Schneider Senator:
Jubiläum für ein Erfolgskonzept

Senator S-Line 115H, 137H, 155H

Buchholz. Zur DRUPA 1995 überraschte Schneider Senator die Fachöffentlichkeit: Der vollhydraulisch-direktangetriebenen Schnellschneider S-Line H wurde präsentiert.

2005 steht also das zehnjährige Jubiläum dieses bis heute einzigartigen Antriebskonzeptes an. “Und der Erfolg im Markt hat unseren Ansatz bestätigt”, kommentiert der Geschäftsführer von Senator Technology, Hans-Eckart Joost, den Geburtstag, “Nach anfänglicher Skepsis hat die hydraulische Maschine ihren Platz dort gefunden, wo Qualität und Zuverlässigkeit besonders gefragt sind. So werden zum Beispiel ein Großteil der Euro-Banknoten auf Schneidsystemen aus unserem Haus geschnitten.”

Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Antriebskonzepten sprechen eine deutliche Sprache. So verfügen herkömmliche, elektromechanische Schneidemaschinen neben der auch dort üblichen hydraulischen Pressung über Getriebe, Kurbeltrieb und Messerzugstange mit Sollbruchstelle bei Überlast. Diese defektanfälligen Verschleissteile entfallen bei der direktangetriebenen Schneidemaschine komplett. Stattdessen kommt auch für den Schnittvorgang, also das Bewegen des Messerträgers, die verschleissfreie Hydraulik zum Einsatz. Diese Technologie führt zu einer Reihe von Vorteilen für den Nutzer. So sorgen zwei Präzisionslinearführungen am Messerträger für höchste Präzision. Der Schnitt selbst wird mit absolut gleichbleibender Geschwindigkeit und minimalstem Ausweichverhalten des Messers durchgeführt. Ein oft beobachtetes Resultat ist eine meßbar erhöhte Standzeit des Messers.

     
 

Bei Wartungsaufwand und –kosten sowie in Sicherheitsfragen setzt die Senator S-Line H auch zehn Jahre nach ihrer Präsentation Maßstäbe. So wird eine mögliche Überlast, etwa durch Verwendung eines stumpfen Messers in Verbindung mit großen Einsatzhöhen, mittels verschleißfreiem Überdruckventil kompensiert – ein Brechen von teuer zu ersetzenden Scherbolzen oder andere Beschädigungen des Maschinenantriebes sind somit ausgeschlossen. Auch das Messerverhalten bei Eingriff in den laufenden Schneidvorgang ist einmalig: Der Messerträger mit Schneide fährt sofort bei Schnittunterbrechung in den oberen Totpunkt zurück. Die Maschine ist für den nächsten Schnitt bereit. Bei herkömmlichen Maschinen dagegen bleibt das Messer stehen. Zunächst muss dann manuell bei gefährlich freistehender Messerschneide das noch unter dem Messer befindliche Schneidgut entfernt werden, damit das Messer bis in den unteren Totpunkt weitergefahren und der Schneidzyklus so beendet werden kann.

Der patentierte Messerwechsel erfolgt an der direkt-hydraulisch angetriebenen Maschine nicht nur auf höchstem Sicherheitsniveau, sondern auch extrem schnell. Seitens der Bediener wird die Durchführung als höchst komfortabel und einfach gelobt. Der Messerwechsel an der S-Line H wird komplett von vorn durchgeführt, die Hydraulik übernimmt den automatischen Messertransport in eine Wechselkassette. In dieser Kassette werden die Messer unter Ausschluss einer Verletzungsgefahr durch die Schneide entnommen und wieder eingesetzt.

Den größten Zeitvorteil gegenüber herkömmlichen Messerwechselverfahren bietet die automatische Feinjustierung des Messers ohne jeglichen Eingriff des Bedieners. Eine äußerst selten notwendige Nachjustierung kann bequem von vorn an der Bedienseite durchgeführt werden. Die bei manchen Maschinen anderer Bauart notwendige, schwierige Höhenkorrektur des Messerträgers mittels Verstellung der Messerzugstange entfällt völlig.

Die Besitzer einer Senator S-Line H haben zudem im alltäglichen Einsatz festgestellt, dass die Betriebskosten deutlich geringer ausfallen, als bei herkömmlichen Schneidemaschinen. Dazu tragen maßgeblich die nur zweimal jährlich anfallende Schmierung und der weitgehende Wegfall von verschleissanfälligen Teilen bei, was die Ausfallzeiten minimiert.

Senator Technology bietet die hydraulischen Schneidemaschinen der Typenreihe S-Line H seit der Drupa 2004 nun mit drei verschiedenen Steuerungsvarianten an. Dabei bietet die Topvariante “CT” Colour Touch unter anderem eine programmierbare Pressdruckverstellung via Display, ein Nutzenoptimierungsprogramm, eine Fehlerdiagnose und optional externe, automatische Programmerstellung durch Verwendung von CIP3/4-Vorstufendaten.

Die sehr positiven Erfahrungen mit dem direkt-hydraulischen Antriebskonzept haben Schneider Senator die Entscheidung erleichert, für alle Schnellschneider der Schnittbreiten 115 cm, 137 cm und 155 cm ausschliesslich auf diese Antriebstechnik zu setzen. Durch die Konzentration auf ein technisches Konzept erzielt der Hersteller Skalenvorteile, die an die Kunden weitergegeben werden.

“Unsere Typenreihe S-Line H ist eine technisch überlegene und preislich mehr als konkurrenzfähige Maschine. Ich bin davon überzeugt, dass andere Hersteller bald nachziehen werden und ihrerseits auf den hydraulischen Antrieb setzen werden. Dann stehen wir mit unseren zehn Jahren Erfahrung mit diesem Konzept noch besser da”, gibt sich der geschäftsführende Gesellschafter Hans Joost selbstsicher.

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SENATOR TECHNOLOGY GmbH
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